Angebote zum „Tag des offenen Denkmals“ am 08.09.2019

 

Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ findet der diesjährige „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 08. September 2019 statt. In diesem Jahr beteiligt sich auch der Arbeitskreis „Erinnern und Gedenken“ der Gemeinde Freudental und es besteht die Möglichkeit, Freudental unter verschiedenen Aspekten zu erkunden.

Es werden folgende Führungen (jeweils um 11.30 und 14.00 Uhr) angeboten:

  1. Synagoge Freudental und Jüdischer Friedhof:

Vor knapp 300 Jahren, im Jahr 1723, kamen sechs jüdische Familien nach Freudental und erhielten von der damaligen Dorfherrschaft einen liberalen Schutzbrief. Die bald darauf erbaute klassizistische Synagoge, der jüdische Friedhof und weitere Spuren zeugen von blühendem Leben dieser jüdischen Gemeinde. Zwar wurde auch die Freudentaler Synagoge 1938 geschändet, aber nicht komplett zerstört. So zeigt uns heute die Genisa, der Synagogenschatz mit seinen Kalenderfragmenten und hebräischen Schriften das reiche kulturelle Erbe der jüdischen Gemeinde.

Die Führung beginnt jeweils in der Synagoge und führt anschließend durch den Ort bis zum Friedhof (Männer sind freundlich gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen). Um 11.30 Uhr wird die Führung von Steffen Pross, Journalist und Autor (u.a. Freudentaler Adressbücher) geleitet, um 14.00 Uhr von Michael Volz, Leiter für Pädagogik & Kultur am PKC

  1. Evang. Kirche Freudental:

Die Kirche wurde 1686 erbaut und am 17. April 1867 in Anwesenheit von Herzog-Administrator Friedrich Karl eingeweiht. Von der vorigen Marienkapelle sind Reste im Chorturm erhalten. Im Kircheninneren befinden sich an der Empore kunstvolle Medaillons mit Bibelmotiven. Im Turm hängt die vermutlich älteste Glocke des Landkreises Ludwigsburg (13. Jh.). Eine Besonderheit ist die Orgel. In ihrem alten Bestand mit 4 Manualen stand sie in der Ordenskapelle des Ludwigsburger Schlosses, später in der Kapelle des Schlosses Stuttgart-Hohenheim. König Friedrich von Württemberg hielt sich gerne zur Jagd im Stromberg auf und nahm im Schloss Quartier. Er schenkte die Orgel der Kirche. Sie ist vermutlich die einzig erhaltene württembergische Hoforgel.

Die Führung beginnt jeweils am Kirchplatz (Kirchstraße) und wird von Ulrich Gräf, Kirchenoberbaudirektor i.R. geleitet.

  1. Die drei Schlösser von Freudental:

Neben dem im Jahr 1729 errichteten Freudentaler Schloss mit seinem schönen Schlosspark gab es in Freudental zwei weitere Schlösser. So ist der Mäuseturm ein Überbleibsel des „Schlosses mitten im Dorf“. Ein weiteres Schloss befand sich direkt neben der Synagoge. Bei der Führung erfahren Sie vieles über die vielfältige Freudentaler Ortsgeschichte. Es gibt auch die Möglichkeit, die verschiedenen „Gebäude“ zu besichtigen.

Die Führung beginnt jeweils am Rathaus Freudental und wird von Dieter Bertet geleitet.

In der Zeit von 11.30 bis ca. 15.30 Uhr bewirtet das Team der KiTa Rosenweg auf dem Kirchplatz mit Hot-Dog, Waffeln und Getränken – schauen Sie vorbei.