Schulanfang

 

Das neue Schuljahr beginnt in der nächsten Woche. Das bedeutet, dass sich nun wieder täglich viele Schülerinnen und Schüler auf den Schulweg machen und somit zu Verkehrsteilnehmern werden. Vor allem für die Schulanfänger ist dies eine neue Situation. Die Spruchbänder der Kreisverkehrswacht an den Straßenrändern machen auf diese besondere Gefährdungssituation aufmerksam.

Wie kann die Verkehrssituation sicherer gemacht werden?

Durch gezielte Übungen mit den Schulanfängern und Schulkindern kann der sichere Alleingang von und zur Schule trainiert werden, um dann die eingeübten verkehrsgerechten Verhaltensweisen instinktiv anzuwenden.

Erwachsene sollten sich immer bewusst sein, dass sie im Straßenverkehr Vorbildfunktion haben. Falsche Verhaltensweisen werden schnell nachgeahmt. Umso wichtiger ist es daher, sich als Erwachsener regelkonform zu verhalten, um die Kinder nicht zu verunsichern.

Autofahrer sollten generell – jedoch zum Schulbeginn verstärkt – vorausschauend auf das Verhalten von Schulkindern am Straßenrand achten. Den Kindern fehlt oftmals der Sinn für die Gefahren im Straßenverkehr, da sie

  • egozentrisch handeln, das heißt, sie beurteilen Dinge und Geschehnisse aus ihrer ureigenen Sicht und können sich noch nicht in andere hineinversetzen;

  • Entfernungen, Größen, Geschwindigkeiten, Beschleunigungen oder Bremswege noch nicht objektiv einschätzen können;

  • ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen und sie aufgrund ihrer Körpergröße den Straßenverkehr anders wahrnehmen, das heißt, parkende Autos können ihnen die Sicht versperren, von der Seite kommende Autos werden schwer wahrgenommen und Geräusche können dadurch oftmals schlechter geortet werden.

Hinweise, Aufforderungen und theoretische Ausführungen als Erklärungen des Straßenverkehrs nutzen wenig. Kinder orientieren sich sehr stark an dem Verhalten der Erwachsenen, Selbsterfahrung und gelebtes Vorbild prägen ihr Verhalten.