Bericht aus der Gemeinderatssitzung am 03. Mai 2017

 

Vor der Gemeinderatssitzung fand eine öffentliche Besichtigung der aktuellen Bauvorhaben der Gemeinde Freudental statt.

Als erstes informierte sich der Gemeinderat über den Baufortschritt für den Neubau der Kinderkrippe am Kindergarten Taubenstraße. Der Bauleiter, Herr Iser vom Büro KMB, stellte den Bauablauf vor und zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Baufortschritt. So konnten die Rohbauarbeiten bereits weitestgehend abgeschlossen und das Gebäude in Holzständerbauweise konnte aufgestellt werden. Die Gebäudehülle wird bereits in ca. 4 Wochen geschlossen sein, so dass dann mit dem Innenausbau begonnen werden kann. Von Seiten des Bürgermeisters wurde darauf hingewiesen, dass mit den Arbeiten ca. 3 Wochen später begonnen wurde als geplant und deshalb ein entsprechender Verzug vorhanden ist.

BM Alexander Fleig nutzte auch nochmals die Gelegenheit, die neu geplante Aufteilung der Außenspielbereich für den U3- und Ü3-Bereich des Kindergartens sowie den öffentlichen Spielplatz zu erläutern.

Über den Baufortschritt im Zuge des Baus des Nahwärmenetzes „Ortsmitte“ informierten Herrn Roland Kempf vom Ingenieurbüro IBS sowie Herr Rolf Gölz von der Kraftwärmeanlagen GmbH. Die Tiefbauarbeiten im Bauabschnitt 1 verlaufen bisher recht reibungslos, erläuterte Herr Kempf.

Herr Gölz stellte dem Gemeinderat nochmals das Konzept für die Erzeugung der Wärme im Heizungskeller der Grundschule vor und zeigte vor der Grundschule den Standort für den notwendigen Container.

Vor dem Bürgerhaus „Alte Kelter“ berichtete zum Abschluss Herr Architekt Eggler vom Büro Engelhardt.Eggler.Architekten über den Verlauf der Fassadensanierung. Die Arbeiten wurden von der beauftragten Firma zügig und ohne Beanstandungen durchgeführt. Auch der Kostenrahmen konnte eingehalten werden.

Bürgerfragestunde

Die Anfragen aus der Bürgerschaft wurden beantwortet.

So wurde von einer Bürgerin darum gebeten, dass bei größeren Beerdigungen auch außerhalb der Aussegnungshalle weitere Sitzungsmöglichkeiten und eine bessere Beschallung vorhanden sein sollten. Die Verwaltung sagte zu, dies mit dem Bauhof und dem Bestatter zu besprechen.

Weiter regte ein Bürger an, dass der Verbindungsweg zwischen Feuerwehr und dem Aussiedlerhof (bisher nur Grasweg) etwas besser gerichtet wird, damit auch verstärkt Besucher des Aussiedlerhofes diesen Weg nutzen. Hier sagte die Verwaltung eine Prüfung zu.

Kläranlage Freudental

Errichtung einer PV-Anlage auf dem geplanten Satteldach

Der Gemeinderat stimmte der Errichtung einer PV-Anlage auf dem geplanten Satteldach auf dem Betriebsgebäude der Kläranlage zu und beauftragte die Verwaltung, die Lieferung und die Montage der Anlage beschränkt auszuschreiben.

BM Alexander Fleig hatte zunächst erläutert, dass die PV-Anlage eine Leistung von 21,6 Kwp haben und die Kostenberechnung von rd. 38.500 € brutto ausgeht. Der produzierte Strom soll zum größten Teil direkt auf der Kläranlage verbraucht und nur der evtl. überschüssige Strom ins Netz eingespeist werden. Bei einem angenommenen Verhältnis von 80% Eigenverbrauch und 20% Stromeinspeisung hat sich die Investition in 13 Jahren amortisiert und erwirtschaftet in der Laufzeit von 20 Jahren insgesamt einen deutlichen Überschuss.

Eigenbetrieb „Versorgung“ – Betriebszweig PV-Anlagen

Errichtung einer PV-Anlage auf dem Dach des Kindergartens Taubenstraße

BM Alexander Fleig stellte die Planung für die PV-Anlage auf dem Dach des Kindergartens Taubenstraße vor. So soll die Anlage eine Leistung von 65,7 Kwp haben und lt. Kostenberechnung die Lieferung und Montage rd. 95.550 € an Kosten verursachen. Hier kommen noch Kosten von über 10.000 € für den notwendigen Umbauarbeiten am Anschluss-/Zählerplatz.

Der Bürgermeister führte weiter aus, dass nur 20% des erzeugten Stroms vor Ort als Eigenverbrauch eingesetzt werden soll. Die restlichen 80% sollen ins Netz eingespeist werden. Aus Sicht der Verwaltung sollte aus Gründen der Wirtschaftlichkeit vorerst auf den Einbau eines Stromspeichers verzichtet werden. Eine Nachrüstung wäre jedoch jederzeit möglich, so der Bürgermeister.

Von Seiten des Gemeinderats war man der Auffassung, dass die Möglichkeit eines Stromspeichers näher untersucht und die Wirtschaftlichkeit besser dargestellt werden sollte. Denn die Gemeinde könnte hier auch eine Vorreiterrolle übernehmen.

Die Entscheidung wurde deshalb auf die nächste Gemeinderatssitzung vertagt, in der der Planer die Möglichkeiten eines Stromspeichers genauer vorstellen soll.

Neubau einer Kleinkindgruppe sowie Umbau / Dachsanierung „Kindergarten Taubenstraße“

Vergaben und Ausschreibungsbeschluss „Außenanlagen“

Die Verwaltung hat für die letzten Vergaben zur Inneneinrichtung die notwendigen Angebote eingeholt. Der Gemeinderat vergab die Schreinerarbeiten zum Angebotspreis von 11.858,35 € brutto an die Firma Glock aus Murr. Weiter wurde die Verwaltung ermächtigt, die weitere Innenausstattung bis zu entsprechenden Wertgrenzen zu vergeben (Küche: max. 7.500 €; Büroausstattung: max. 8.500 €; sonstige Ausstattung: max. 8.000 €).

Nachdem mit diesen Vergaben der Kostendeckel von 730.000 € eingehalten werden kann, stimmte der Gemeinderat der beschränkten Ausschreibung für die Außenanlagen im Kindergartenbereich (U3- und Ü3-Bereich) sowie für den angrenzenden, öffentlichen Spielplatzbereich entsprechend der im Februar 2017 vorgestellten Entwurfsplanung zu.

Eigenbetrieb „Versorgung“ – Betriebszweig Nahwärme

Abschluss des Pachtvertrags

Die Beschlussfassung wurde vertagt, nachdem noch einige offenen Fragen zum Pachtvertrag von der Verwaltung geklärt werden müssen.

Eigenbetrieb „Versorgung“ – Betriebszweige Wasserversorgung und Nahwärme

Kreditaufnahmen

Der Gemeinderat stimmte folgenden Kreditaufnahmen zu:

Zur Finanzierung der Investitionen in das Leitungsnetz „Wasserversorgung“ wird ein Investitionskredit bei der KfW-Bank in Höhe von 212.000 € zu einem Zinssatz von 0,5% und einer Laufzeit von 20 Jahren aufgenommen.

Der Bau des Nahwärmenetzes wird mit einem Investitionskredit der KfW-Bank in Höhe von 626.000 € zu einem Zinssatz von 0,05% und einer Laufzeit von 30 Jahren finanziert. Die KfW-Bank gewährt zusätzlich einen einmaligen Tilgungszuschuss auf den Gesamtbetrag von 5% (= 31.300 €).

Bauangelegenheiten zur Beratung

Der Gemeinderat stimmte dem Neubau einer Doppelhaushälfte mit Carport, Abstellraum und Kfz-Stellplatz (Rotenbergstraße, Flst. 883) zu und erteilte das kommunale Einvernehmen.

Bauangelegenheiten zur Kenntnis

Die Verwaltung informierte über die geplante Errichtung einer Dachgaube (Lembergerweg, Flst. 833/3).

Bekanntgaben, Verschiedenes, Anfragen

Die Sanierung des Mäuseturms war im letzten Jahr Thema im Gemeinderat und wurde zurückgestellt, bis die weitere Förderung und Finanzierung geklärt ist. BM Alexander Fleig konnte ganz aktuell über die Förderzusage der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ in Höhe von 25.000 € berichten. Seit längerem liegt schon die Förderzusage des Landesamtes für Denkmalpflege über 22.850 € vor, so Bürgermeister. Weiter hatte das RP Stuttgart zugesagt, dass auch eine zusätzliche Förderung des kommunalen Eigenanteils (ca. 60.000 €) über die Sanierungsmaßnahme „Ortskern II“ erfolgen kann. Somit ist aus Sicht des Bürgermeisters die weitere Förderung gesichert und man sollte die Sanierung des Mäuseturms nun angehen. Jedoch werden erst im Herbst 2017 die weiteren Beschlüsse erfolgen können, so dass dann eine Umsetzung frühestens 2018 erfolgen kann bzw. muss.

BM Alexander Fleig informierte den Gemeinderat, dass nach den Ergebnissen der neuesten Zustandserfassung und –bewertung von Bundes- und Landesstraßen auch eine Sanierung der Ortsdurchfahrt Freudental im Zuge der L1106 in den Jahren 2018 – 2020 erfolgen soll. Dies begrüßt der Bürgermeister ausdrücklich, da die Ortsdurchfahrt an einigen Stellen erhebliche Schäden aufweist. Er wies die Gemeinderäte aber auch daraufhin, dass sich die Gemeinde überlegen muss, ob in diesem Rahmen auch Erneuerungen der Wasserleitungen, Abwasserkanäle usw. sinnvoll sind und sagte zu, dies entsprechend aufzubereiten.